2018.
Ein langes Jahr. Heiße Sommertage, viel Regen und Kälte im Winter. Im vergangenen Jahr ist viel passiert. Ich hielt nie so viel Film in den Händen. Ich lernte nie so vielen Menschen kennen - wenn auch nur flüchtlig. Am Ende ist ein Buch entstanden, ein Buch aus 56 Bildern. Alle samt belichtet auf Film. Ein paar wenige der Porträtierten, wurden dabei zu mehr als nur flüchtigen Figuren. So negativ ist das gar nicht. Negativ wäre es nur, würde ich behaupten, dass all diese Begnungen inhaltslos gewesen wären.
Das war nicht eine.

2019.
Ein neues Jahr.

Ein halbes Jahr ist vorbei. Ein halbes Jahr folgt.
„As a photographer you must first satisfy yourself. If it is truly made for yourself, then the image created will be a culmination of all your sensitives, this making an expression of it creator.“
– aus einem Buchband von Robert Faber
Warum zeichne ich Dinge in digital und analog, film und foto auf? Warum benutze immernoch, eigenltich zunehmend mehr das analoge? Schwarzweiß und Farbe, Negative und Positiv, von Kleinbild bis Mittelformat, vielleicht mal Großformat und 16mm.
Die Arbeit mit dem digitalen während einer Lesung, Konzerttour oder Schauspielportraits funktioniert. Sie funktioniert technisch hervorragend gut, erfüllt ihren Zweck. Sie mag auch weniger Kostspielig sein, insbesondere im film.
Das analoge birgt Ruhe um sich, Konzentration vor und hinter den zu auslösenden Geräten. Das analoge, lässt fehler zu und verzeit sie. Es ist ein Protest gegen unser, gegen mein zu schnelles Leben.